Aug 31 2010

EU-Kommission genehmigt Geschäft zwischen Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems

Autor Stefanie Bach at 02:18 Kategorie Europa aktuell

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Die Europäische Kommission hat den geplanten Zusammenschluss von Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems in den Bereichen Bau und Reparatur von zivilen und Marineschiffen nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt.

Nach Prüfung des Vorhabens kam die Kommission zu dem Schluss, dass der wirksame Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben durch die Übernahme erheblich beeinträchtigt wird.

Das Unternehmen Abu Dhabi Mar (ADM) ist im Schiffbau und in der Schiffsreparatur in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) und in seiner Werft Nobiskrug in Rendsburg (Deutschland) tätig. Auch ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp AG, ist im Bau, Umbau und in der Reparatur von zivilen und Marineschiffen aktiv.

Werft Blohm+Voss in Hamburg ist auch betroffen

Der Zusammenschluss von Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems wird in zwei Schritten vollzogen.

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Zunächst erwirbt ADM die Zivilschiffbau-Sparte von TKMS, einschließlich der Werft Blohm+Voss in Hamburg, und die zivilen Einrichtungen der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel.

Dann werden ADM und TKMS ein von beiden Unternehmen kontrolliertes Gemeinschaftsunternehmen für den Überwasser-Marineschiffbau gründen. Das U-Boot-Geschäft von TKMS ist von der Transaktion nicht betroffen.

Der Zusammenschluss wirft nach Meinung der EU-Kommission keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf. Lediglich auf dem Markt für Mega-Yachten wird es zu geringfügigen Überschneidungen kommen. ADM ist nicht auf den Märkten für Marineschiffbau in Deutschland, Schweden und Griechenland vertreten, wo TKMS traditionell stark aufgestellt ist.

Bei der Marktuntersuchung der Kommission bestätigte sich auch, dass auf den vertikal betroffenen Märkten für Schiffskomponenten nicht die Gefahr einer Abschottung von TKMS oder des von TKMS kontrollierten Gemeinschaftsunternehmens Atlas Elektronik auf dem Vorleistungsmarkt besteht.


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