Okt 31 2010

25 Millionen Tonnen Öl aus Deutschlands größtem Ölfeld gefördert

Autor Holger Kabbe at 14:43 Kategorie Markt aktuell

Bohr- und Förderinsel Mittelplate
Bohr- und Förderinsel Mittelplate
Foto: RWE Dea AG
© RWE Dea AG

Seit Oktober 1987 wird das bedeutendste deutsche Erdölvorkommen, das Ölfeld Mittelplate vor der schleswig-holsteinischen Westküste, erschlossen. Nun wurde die 25-millionste Tonne Öl aus der Lagerstätte gefördert.

Die Lagerstätte Mittelplate wird sowohl von der gleichnamigen Bohr- und Produktionsinsel als auch von Land aus erschlossen. Noch bis zu weitere 25 Millionen Tonnen Öl gelten nach heutigen Kriterien zukünftig als technisch und wirtschaftlich gewinnbar.

“Mit der langjährig erfolgreichen und sicheren Produktion aus dem Erdölfeld Mittelplate leisten wir einen eigenen Beitrag für die sichere Versorgung aus heimischen Quellen”, zeigt sich Thomas Rappuhn, Vorsitzender des Vorstands der RWE Dea AG, erfreut über das Förderjubiläum.

Das Ölfeld Mittelplate beherbergt über 50 Prozent der nationalen Ölreserven

Da der klassische Primärenergieträger Erdöl auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbarer Bestandteil eines ausgewogenen Energie-Mixes ist und auch für eine breite Anwendungspalette über den Wärme- und Treibstoffeinsatz hinaus benötigt wird, sollten inländische Reserven bestmöglich genutzt werden, so Thomas Rappuhn.

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Die jährliche Fördermenge konnte von Beginn an kontinuierlich gesteigert werden und fiel dann aufgrund der natürlichen Ausförderung des Feldes etwas ab. Derzeit beläuft sie sich auf rund 1,4 Millionen Tonnen Öl. Von der Größenordnung her entspricht diese Menge beispielsweise Importen aus Ländern wie Saudi-Arabien (2009: 1,4 Millionen Tonnen).

Bei einem aufgrund der langjährigen Förderung zu erwartenden natürlichen Rückgang des Jahresfördervolumens ist davon auszugehen, dass aus der Lagerstätte noch über einen langen Zeitraum erfolgreich Öl gefördert werden kann. Vor diesem Hintergrund hatte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie im Mai 2010 die ursprünglich bis Ende 2011 befristete Förderbewilligung für die Erschließung des Ölfeldes um weitere 30 Jahre bis Ende 2041 verlängert.

Ralf to Baben, Vorstand Operations der RWE Dea AG, dazu: “Wir sehen in der Verlängerung eine Bestätigung für unser international Maßstäbe setzendes Bohr-, Förder- und Transportkonzept sowie für unsere hohen Sicherheitsstandards. Wir haben in den vergangenen 23 Jahren bewiesen, dass sich ökonomische Interessen, Naturschutz und verantwortungsbewusstes Handeln auch in einem sensiblen Ökosystem wie dem Wattenmeer miteinander vereinbaren lassen.”

In den vergangenen 23 Jahren wurden insgesamt rund 900 Millionen Euro in das Projekt Mittelplate investiert, der Großteil davon in technische Innovationen, die Pipeline-Anbindung der Insel an die Aufbereitungsanlagen an Land sowie in das Sicherheitskonzept.

Die Mittelplate-Förderung ist seit ihrem Beginn ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für das Land Schleswig-Holstein und die Region Dithmarschen geworden. So wird das Land allein 2010 eine Förderabgabe in Höhe von knapp über 80 Millionen Euro erhalten. Insgesamt hängen an der schleswig-holsteinischen Westküste über 1.000 Arbeitsplätze an der heimischen Ölförderung.


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